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Interview mit Markus Ventur Gründer von P.I.R.- Germany

 

 

Interview Mit Markus Ventur Gründer von P.I.R.- Germany

Hallo Markus vielen Dank das Du Dir die Zeit nimmst um uns ein paar Fragen zu beantworten.

 

 

Melanie:

Zunächst stellt sich für uns die Frage seit wann es P.I.R.- Germany gibt und wie es zu der Gründung kam.

Markus Ventur:

Die P.I.R.- Germany an sich existiert seit dem 01.01.2009. Sie ging aus der P.I.R.- Baden / Alsace hervor, die wiederum am 12.05.2008 von Nicole Wahl und mir gegründet worden ist. Zur Gründung kam es, da sowohl Nicole als auch ich einige Erlebnisse hatten, die wir weder rational reproduzieren, noch erklären konnten. Daher schlossen wir uns zusammen, um dem Ganzen näher zu kommen und Erklärungen zu finden.

Melanie:

Seit wann interessierst Du Dich für das Paranormale und aus welchem Grund?

Markus Ventur:

Spukgeschichten, Geister und andere unerklärliche Phänomene haben mich schon seit Kindheit interessiert, ohne, dass es hierfür einen konkreten Anlass gab. Doch gab es zu diesem Zeitpunkt das Internet noch gar nicht. Daher schlummerte das Interesse in mir.....bis ich mit dem Internet in Kontakt kam, um mich dann intensiver mit der Thematik des Paranormalen zu beschäftigen.

Melanie:

Ihr seid ja ein ziemlich kleines Team. Aus welchem Grund hast Du nicht mehr Mitglieder die Dich bei Deinen Untersuchungen unterstützen?

Markus Ventur:

Momentan  bin ich allein, da meine Stellvertreterin aus beruflichen Gründen das Ghost Hunting aufgeben musste. Mit den meisten Mitgliedern hatte ich kein Glück, da sie sich als Eintagsfliegen herausgestellt und somit ihr Interesse verloren haben. Deswegen lege ich mehr auf ein kleines Team wert, auf das ich mich dann verlassen kann, als auf ein überdimensioniertes Gebilde, wo manche dann Allüren bekommen oder auf die man sich schlichtweg nicht verlassen kann.

Zur Zeit suche ich wieder Interessenten, doch bis dahin führe ich die Untersuchungen alleine durch. Und es gibt genügend Beispiele dafür, dass es entweder zu dritt, zu zweit oder aber auch alleine geht.

Melanie:

Was war bisher das einschneidenste Erlebnis was Du in Bezug mit dem Paranormalen hattest?

Markus Ventur:

Hierfür sollte man erst einmal klären, was man als einschneidend empfindet. Sind es die EVPs? Sind es irgendwelche Fotos? Irgendwelche Videoaufnahmen?

Sicherlich erhoffe ich mir, irgendwann einmal DAS Erlebnis schlechthin in Form einer persönlichen visuellen Wahrnehmung (ich glaube, davon träumt insgeheim jeder) zu haben, aber ich gebe mich auch mit dem zufrieden, was ich bei meinen Untersuchungen dokumentieren, und später, bei der Auswertung, als nicht rational erklärbar einstufen kann. Somit kann ich sagen, dass ich bislang noch kein einschneidendes Erlebnis hatte.

Melanie:

Gab es schon Situationen in der Ihr Euch selbst gefürchtet habt?

Markus Ventur:

Gefürchtet? Nein, solch eine Situation gab es bislang nicht. Sicherlich, so etwas wie Unbehagen oder Beklommenheit hatten wir schon so manches mal gefühlt, aber letzten Endes konzentrieren wir uns auf unsere Arbeit. Da vergisst man das alles auch wieder, weil man dann doch mit den Geräten beschäftigt ist.

Melanie:

Wie bereitet Ihr Euch auf eine Untersuchung vor?

Markus Ventur:

Wir bereiten uns vor, indem wir die für unseren späteren Bericht notwendigen Daten erfassen (z.B. Mondphasen, Sonnenaktivitäten, Wetterbericht, usw.) und unsere Geräte vorbereiten (Batterien/Akkus einlegen, Funktionscheck durchführen). Ansonsten lassen wir alles auf uns zukommen, denn eine bestimmte Erwartungshaltung ist für eine Untersuchung einfach tödlich, da mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Gefahr besteht, zu gewissen Fehlinterpretationen zu tendieren.

Melanie:

Was ist Für Dich persönlich am wichtigsten bei einer Untersuchung?

Markus Ventur:

Für mich ist wichtig, dass man mit dem nötigsten Respekt und gewisser Konzentration an die Untersuchung herangeht, da hiervon die Ergebnisse abhängig sein können. Sicherlich, allzu ernst sollte man natürlich nicht sein, aber auch nicht allzu lax . Ich glaube, das hierfür notwendige Mittelmaß stellt sich wahrscheinlich erst vor Ort ein.

Außerdem, was ebenso wichtig ist, man sollte bestimmten Ereignissen an Ort und Stelle auf den Grund gehen, wenn die Umstände es zulassen. Dadurch würden sich schon so manche Phänomene schnell als rational erklärbar entpuppen.

Melanie:

Wo siehst Du Dich und Dein Team in der Zukunft? Welche Ziele habt Ihr Euch gesetzt?

Markus Ventur:

Zuerst ist es mein Ziel, ein neues Team aufzubauen. Danach möchte ich mich hier in Deutschland mit Orten beschäftigen, die weniger bzw, gar nicht bekannt sind. Die meisten Gruppen begehen den Fehler und konzentrieren sich auf Orte, die gewissermaßen berühmt-berüchtigt sind und voller Sagen und Legenden nur so strotzen. Doch in Wirklichkeit kann es an allen Orten zu paranormalen Ereignissen kommen, denn das Paranormale ist nicht nur auf bestimmte Orte begrenzt.. Und nachdem die P.I.R.- Germany auch im Elsass tätig war, blicke ich auch schon mal auf andere Orte, die wiederum spektakulär sind. Aber wie gesagt, ich lasse alles auf mich zukommen.

Melanie:

Welche Untersuchungen sind für Dich persönlich besonders interessant?

Markus Ventur:

Für mich persönlich sind alle Untersuchungen interessant. Seien es jetzt die Orte oder die Umstände, denn nur bei den Untersuchungen lernt man, kreativ zu sein (bezüglich spontaner Versuchsanordnungen) und zu improvisieren, wenn bestimmte Vorab-Planungen plötzlich nicht umsetzbar werden. Jeder Ort und jede Situation bzw. jeder Umstand birgt gewisse Reize. Auch wenn man z.B. einen Ort mehrmals untersucht, so sind die Grundbedingungen doch jedes Mal anders. Und all das ist das Interessanteste an der ganzen Sache.

Melanie:

Was hält Dein Umfeld von Deinem ungewöhnlichem Hobby?

Markus Ventur:

Es wissen nur die wenigsten darüber Bescheid, und die, die es wissen, respektieren es. Einige belächeln es, doch es ist ja nicht meine Aufgabe, diese Personen zu missionieren. Jeder sollte seine eigene Einstellung darüber haben. Dass man darüber unterschiedlicher Meinung ist, das ist vollkommen verständlich, doch ich gehe auf diese Personen nicht näher ein, wenn diese sich nicht auf eine Argumentation einlassen.

Melanie:

Wenn Du überall hinreisen könntest um zu untersuchen was wäre Dein allererstes Ziel?

Markus Ventur:

Meine erste Station wären die USA, dann Großbritannien/Schottland/Irland und danach einige ehemalige Ostblock-Länder. Denn diese Länder haben schon sehr viel zu bieten, was sich zu untersuchen lohnt. Aber nun ja, man wird ja wohl träumen dürfen.

Melanie:

Was würdest Du Dir für die Ghosthunterszene wünschen?

Markus Ventur:

Nach all dem, was ich bislang erleben musste, würde ich mir viel mehr Toleranz, Akzeptanz, Weitsicht und vor allem Mut zum Außergewöhnlichen wünschen.

Doch das, was zur Zeit in der Ghosthunterszene an der Tagesordnung ist, verschlägt einem die Sprache.

Melanie:

Wie würdest Du Dich persönlich einschätzen? Wo liegen Deine Stärken und Schwächen im Team?

Markus Ventur:

Diese Frage ist schwer zu beantworten, da meine Stärken ebenso als meine Schwächen dargelegt werden können. Ein Beispiel:

Ich sehe es als Stärke, wenn ich mich auf eine Untersuchung konzentriere und mit vollem Ernst dabei bin. Dies ist allerdings auch eine Schwäche, weil ich es dann zu eng und zu verbissen sehe.

Eine Stärke von mir ist die Planung und Koordination von Untersuchungen (sofern eine Genehmigung und damit das GO vorliegt), die ich natürlich mit meinen Team-Mitgliedern bespreche. Ich halte nichts von Sonderstellungen, sondern ich habe meine Team-Mitglieder stets mit einbezogen. Meine Schwäche jedoch ist, dass ich von meinen Team-Mitgliedern stets zuviel erwartet habe. Mein größtes Manko jedoch ist, dass ich stets von mich auf andere geschlossen habe. Ohne mich aber dabei zu erinnern, dass einige nicht so lange dabei waren, wie ich das Ghost Hunting mache.. Wie man sieht, ich habe doch mehr Schwächen/Fehler, als Stärken. Aber ich gelobe Besserung für mein zukünftiges Team.

Website zum Team:

http//www.pir-germany.com/ :

 



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