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PU Bericht Schloß Morsbroich vom 29.09.2012


Der Name Morsbroich leitet sich ab aus dem im 1328 urkundlich erwähnten Ritter Moir von dem Broiche . Das Schloss wurde 1773 von Ignaz Felix von Roll zu Bernau erbaut und bewohnt es bis zu seinem Tode 1795 . Danach ging es in französischen Besitz über. 1807 wurde Joachim Murat - ein Schwager Napoleons - zum Grafen von Morsbroich ernannt. Nach der Übernahme des Rheinlandes durch die Preußen übernahmen 1817 der Kölner Bankier und Kommerzienrat Abraham von Schaaffhausen und 1857 der Fabrikant Friedrich Freiherr von Diergardt das Schloss. Von 1885 bis 1887 wurden die Seitenflügel umgebaut nach Vorgaben des Kölner Architekten Herrmann Otto Pflaume. Nach dem Zweiten Weltkrieg vermietete Diergardt an die Stadt Leverkusen gegen 1985 verkaufte er es dann an die Stadt.


http://de.wikipedia.org/wiki/Schloss_Morsbroich

2009 wurde das Museum vom Internationalen Kunstkritikerverband AICA zum Museum des Jahres gewählt. Die Deutsche Sektion des Verbandes begründete seine Entscheidung damit, dass das Publikum mit den eigenen Sammlungen zeitgenössischer Kunst sowie den Wechselausstellungen vorbildlich an die aktuellen Kunstströmungen heranführt.

SchlossMorsbroich1




Herr Emslander, Kurator von Schloß Morsbroich, hat uns eingeladen, uns und unsere Arbeit am 26.10.2012 am Eröffnungstag der Kunstnacht, die durch den Oberbürgermeister in Schloß Morsbroich eröffnet wird, vorzustellen. An diesem Abend wird ebenfalls die Ausstellung „Zeitgespenster: Erscheinungen des Übernatürlichen in der zeitgenössischen Kunst“ eröffnet.

http://www.museum-morsbroich.de/


Herr Emslander und Melanie werden an diesem Abend nicht nur über die Entstehung von Ghosthunter NRW,die Philosophie und die Ängste und Nöte der verschiedenen Klienten von Ghosthunter NRW sprechen sondern auch über die Untersuchung von Schloß Morsbroich!

Herr Emslander und auch wir fanden es interessant das Schloß zu untersuchen aufgrund seines Alters und der Historie. Bis auf folgende Geschichte ist nie etwas vorgefallen auf Schloß Morsbroich was auf etwas Paranormales hindeuten würde.

In den 90er Jahren wurde ein Aufzug in den alten Teil von Schloß Morsbroich eingebaut.

Dieser Aufzug hielt über ein Jahr sämtliche Elektriker, den Hausmeister Herr Gierden, die Polizei sowie den Sicherheitsdienst auf Trab. In unregelmäßig Abständen bewegt sich der Aufzug wie durch „Geisterhand“. Jedes mal wurde der Alarm ausgelöst, die Polizei mußte anrücken und auch der Sicherheitsdienst wurde geholt. Sämtliche Elektriker haben immer und immer wieder alle Elektrik überprüft und kontrolliert. Niemand konnte einen Fehler entdecken. Scherzhaft wurde überlegt ob es wohl die Geister sind die des Nachts nun den Aufzug benutzen anstatt wie all die Jahre zuvor die Treppe. Erst als die Elektrik komplett ausgetauscht wurde hörte „der Spuk“ auf.



SeiteSchloßMorsbroich

 


Dunja, Irene, Peter, Sebastian und Melanie trafen um 19Uhr auf Schloß Morsbroich ein, wo uns der Hausmeister Herr Gierden in Empfang nahm.

Sebastian, Dunja und Melanie haben ihn, sowie Herrn Emslander schon Ende August bei einem Vorgespräch kennen gelernt.

Zunächst bauten Sebastian, Peter und Dunja das Überwachungssystem auf, während Irene sämtlichen Räume fotografierte und Melanie den dazugekommenen Journalisten die Vorgänge erklärte. Die Kameras wurden im Jagtzimmer, Spiegelsaal, Flur und eine Kamera vor den Fahrstuhl positioniert.

Anschließend begannen Dunja und Melanie mit der Grundmessung im Jagtzimmer, Spiegelsaal und den anliegenden Räumen. In dieser Zeit gaben wir auch den Fotografen Zeit ihre Fotos zu machen und den Journalisten Raum um die ersten Fragen zu stellen.

Dannach konnte es endlich los gehen. Nachdem sich ein Fotograf verabschiedete löschte Herr Gierden das Licht und wir nahmen alle im Jagtzimmer, ehemaliges Herrenzimmer platz.



Jagtzimmer


Melanie erklärte noch das wir nach der Fragestellung immer 1-2Minuten ganz still sind, damit falls wir eine Antwort aufgenommen haben, diese besser auswerten können. Auch sollten alle Handys ausgeschaltet werden, damit die Funkstrahlen nicht unsere Geräte beeinflussen. Ebenso wurden alle darauf hingewiesen, dass wenn jemand etwas fragen möchte, die Frage laut und deutlich stellen soll, damit wir später bei der Auswertung auch genau ausschließen können das es kein Flüstern von einem Anwesenden war.

Nun begann Melanie mit der Fragestellung, Sebastian saß mit dem I-pad weiter weg von allen Anderen und hörte während der Aufnahmen mit Kopfhörern alles mit. Dunja hatte mit ihrer Kamera den Trifeldmesser im Blick und Peter achtete auf den K2, während Irene hier und da ein Foto schoss.

Nachdem Dunja und Melanie ca. 25Minuten abwechselnd Fragen stellten und sich kein Gerät im geringsten bemerkbar machte anhand eines Ausschlages, beschlossen wir in den Spiegelsaal zu gehen. Ein Journalist verabschiedete sich mit seinem Fotografen und wir nahmen im Spiegelsaal platz.


Spiegelsaal1Kronleuchter

 

Dort strahlte der große Deckenleuchter ein so großes Magnetfeld aus, das Melanie mit einem Journalisten im Schlepptau den Platz wechseln mußte, damit der Gaussmaster in ihrer Hand nicht ausschlug. Auch hier stellten Dunja und Melanie abwechselnd Fragen, zu den Geschehnissen aus vergangener Zeit. Nachdem sich auch hier kein Gerät anhand eines Ausschlages bemerkbar machte, beschlossen wir zunächst den Journalisten, Herrn Emslander und Herrn Gierden unsere mitgebrachten EVPs vorzuspielen. Nun konnten sie sich davon selbst überzeugen was man bei einer Untersuchung tatsächlich aufnehmen kann, auch wenn man während der Aufnahme nichts hört. Selbstverständlich hört nicht jeder auf Anhieb das selbe. Man muß auch dazu sagen das wir uns schon sehr lange mit EVPs auseinander setzen und somit ein geschulteres Ohr für solche Phänomene haben, als jemand der soetwas noch nie zuvor gehört hat. Nachdem sich dann auch die zweite Journalisten verabschiedet hatte, mit Begründung das es schon so umfangreich an Informationen war das es für ihre 80Zeilen vollkommen ausreicht, gingen wir ins ehemalige Damenzimmer. Da dort Einiges für eine Ausstellung im Raum stand, hielten wir uns dort nur ca. 15Minuten auf. Auch in diesem Raum kam wie erwartet keine Reaktion auf unseren Geräten nach Fragestellung.

Nun wechselten wir in ein hinteres Zimmer, das leer stand. Dort positionierten wir drei große bunte Kerzen. Der Triefeldmesser wurde zwischen die Kerzen gestellt die ca. ein Meter Abstand von einander hatten und eine Kamera wurde auf den Triefeldmesser gerichtet. Als die Kerzen angezündet waren nahmen alle ringsum platz und Sebastian spielte zunächst über seinen Laptop eine Musik (Kamermusik aus dem Jahre 1817) ab. Der Zeiger des Triefeldmesser bewegte sich minimal fast wie im Takt hinzu. Die Gausmaster und der K2 zeigten jedoch keinen Ausschlag.

Melanie erklärte dem Journalisten das wir uns eine Reaktion erhoffen anhand der Musik.

Nun begannen wir mit Fragen und Melanie bat irgendwann, dass wenn sich jemand bei uns befinden sollte, die grüne Kerze vor ihren Füßen doch bitte zu so beeinflussen das die Flamme nach links zeigt. Und tatsächlich kurz danach neigte sich die Flamme der grünen Kerze kurz nach links, während die anderen beiden Flammen der Kerzen weiter gerade hoch standen und sich nicht bewegten.


Kerzen

 

Zufall? Auch der Journalist blieb skeptisch also bat Melanie noch einmal darum die Flamme so zu beeinflussen das sie nach links zeigt, aber diesmal sollte es die pinke Kerze sein, die direkt vor Herrn Emslander stand. Und auch diesmal schien die Flamme tatsächlich sich nach dieser Aufforderung nach links zu neigen.

Der Journalist war schon etwas verblüfft aber wir wollten es noch einmal genau wissen. Somit bat Melanie noch einmal, dass wenn jemand bei uns sei die Flamme der Kerze so zu beeinflussen das sie nach links zeigt, diesmal jedoch sollte es die lila Kerze sein, die vor Herrn Gierden und Dunja stand. Nach kurzem zögern neigte sich die Flamme der lila Kerze tatsächlich leicht nach links. Man muß dazu sagen das wir für gewöhnlich keine Kerzen mit in unsere Untersuchungen einbeziehen und schon gar nicht wenn wir zu Klienten gehen. Doch da hier niemand Angst hatte und eine Flamme sehr leicht zu beeinflussen ist, wollten wir hier auf Schloß Morsbroich einmal solch einen Test durchführen. Wir baten noch mehrmals die Flamme zu beeinflussen doch es blieb weiterhin ohne einen 100%tigen Beweis, dass die Kerzen tatsächlich von jemanden beeinflußt wurde den wir nicht wahrnehmen konnten. Auch spielten wir noch einmal zwischendurch Musik ein die aber keinerlei Reaktion hervor ruf. Also beschlossen wir dort abzubrechen und in der Bibliothek, die im Keller des Nebengebäudes lag, weiter zu machen.

Der Journalist verabschiedete sich nun weil auch er, zu seinem bedauern wie er sagte, nur eine begrenzte Zeit zur Verfügung hatte, die der Beitrag sein dürfe. Er bedauerte dies, da er es sehr interessant und spannend fand und jetzt schon auf unser Ergebnis sehr gespannt wäre.


BibliothekBlibliothekBunkereingang

 

Also begaben sich nun Dunja, Irene und Peter mit Herrn Emslander und Herrn Gierden in die Bibliothek während Sebastian und Melanie anfingen das Überwachungssystem abzubauen.

In der Bibliothek ist der ehemalige Bunkereingang, der heute leider zugemauert ist.

Also stellte Dunja die Fragen gezielter zu dem Bunker und dessen Funktion. Entlang der gesamten Mauer, die zum Bunker führte, schlugen die Geräte alle sehr stark aus. Wir gehen davon aus das dort alten Leitungen entlang laufen die porös und sehr schlecht isoliert sind. Auch an den Fenstern, sowie draußen vor dem Gebäude, konnte man noch hohe EMF Werte messen.


Mond


Zum Schluss machten wir uns auf den Weg, mit Herrn Emslander und Herrn Gierden, zu dem etwa 5Minuten Fußweg entfernten Friedhof, der Familie Diergarth. Diese kleine Grabstätte lag mitten im Wald und es war stockdunkel. Hier hatte man vor Jahren eine Frauenleiche gefunden, die zuvor ermordet wurde. Pünktlich zur „Geisterstunde“ um 0:05Uhr trafen wir dort ein. Man muß dazu sagen das die sogenannte Geisterstunde nicht existiert. Wenn Spuk da ist, dann ist er immer da und nicht nur nachts um 0Uhr, allerdings nehmen wir nachts oft mehr wahr, eben weil dann alles um uns herum ruhiger ist. Dies ist auch der Grund wieso wir als Team unsere Untersuchungen auch nur nachts durchführen, damit wir die Geräuschkulisse sehr gering halten können und somit unsere Aufnahmen besser auswerten können.


FriedhofstorFriedhof


Sebastian hatte auch hier sein I-pad zur Aufnahmen eingeschaltet, so wie Dunja, Irene und Melanie ihre Diktiergeräte. Auch der Gaussmaster und der K2 wurden bereit gelegt. Dunja filmte mit ihrer Kamera alles mit und so begannen wir kurz Fragen zu stellen. Währenddessen machte Irene auch hier jede Menge Fotos. Plötzlich hörte Sebastian etwas auf dem I-pad, was er uns dann auch zeigte.

Auch Irene hatte ein paar sehr interessante Fotos geschossen, die sie uns voller Begeisterung zeigt.

Ob dies etwas Paranormales oder doch nur eine natürliche Ursache war werden unsere Auswertungen zeigen. Die Ergebnisse zu dieser Untersuchung geben wir erst am 26.10.2012 auf Schloß Morsbroich bekannt und anschließend fügen wir dies natürlich auch hier hinzu.


Somit verabschiedeten wir uns um 0:40Uhr von Herrn Emslander und Herrn Gierden, die uns den ganzen Abend über begleitet haben.


Nach akribischer Auswertung all unsere Aufnahmen konnten wir keinerlei Hinweis auf paranormale Aktivität feststellen.

Unser Experiment mit den drei Kerzen war zwar sehr interessant, doch ist viel zu wenig um sagen zu können das es auf Schloß Morsbroich spukt. Wäre hier eine Stimme auf dem Diktiergerät zeitgleich gefunden worden, wäre es schon eher ein Hinweis darauf, doch so müssen wir es auf einen Zufall schieben.

Auch unsere Geräte schlugen nicht gezielt nach einer Aufforderung aus, so das auch dies nicht als Hinweis dienen konnte.

Auf dem Friedhof nahmen wir zwar ein interessantes Foto auf, doch auch dies allein ist noch kein Hinweis darauf das es dort spukt.

Alles in allem können wir sagen das die Untersuchung auf Schloß Morsbroich und das kleine Familiengrab keinerlei ausreichenden Hinweis auf ein Spukphänomen ergeben hat.


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